Land Brandenburg

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Kirchen und Klöster in Brandenburg

Die Wunderblutkirche St. Nikolai war vom Ende des 14. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts ein Wallfahrtsziel von europäischem Rang, nachdem sich der Glaube an ein Hostienwunder im Jahr 1383 verbreitet hatte. Nach der Reformation zerstörte der erste evangelische Pfarrer von Wilsnack, Joachim Ellefeld, die angeblichen Wunderhostien, indem er sie 1552 vor Zeugen verbrannte. Damit entfiel der Grund für die Wallfahrten. Als Offene Kirche ist die Wunderblutkirche heute täglich geöffnet.

Wunderblutkirche St. Nikolai

Kirche
Große Str. 55
19336 Bad Wilsnack
Landkreis Prignitz
Tel.: 038791-6200
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Die evangelische Pfarrkirche Sankt Nikolai in Pritzwalk prägt seit über 750 Jahren das Stadtbild. Regelmäßig wird hier zu Gottesdiensten wie auch zu kirchenmusikalischen Veranstaltungen eingeladen.

Stadtkirche St. Nikolai Pritzwalk

Kirche
Grünstr. 49
16928 Pritzwalk
Landkreis Prignitz
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Das Kloster Stift zum Heiligengrabe ist ein Ende des 13. Jahrhunderts gegründetes, ursprünglich von Zisterzienserinnen bewohntes Kloster in Heiligengrabe. Die Klosteranlage gilt als besterhaltene in Brandenburg[1] und ist seit 1998 als Denkmal nationaler Bedeutung eingestuft.

Kloster Stift zum Heiligengrabe

Kloster
Stiftgelände 1
16909 Heiligengrabe
Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Tel.: 033962-8080
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Die Gründung des Klosters war um 1230. Mit dem Tod des letzten Grafen von Lindow-Ruppin fiel das Kloster 1524 an die Mark Brandenburg. Zu dieser Zeit gehörte es zu den reichsten Klöstern der Mark, zu seinen Besitzungen gehörten 90.000 Morgen Land, 18 Dörfer, 20 Feldmarken, neun Wassermühlen, mehrere Fischteiche und Seen, darunter der Große Stechlinsee. Im Dreißigjährigen Krieg (1638) wurde die Klosteranlage durch kaiserliche Truppen zerstört. Teilweise sind die alten Klostergebäude noch als Ruinen vorhanden. Das Gebäude der alten Klosterschule aus dem 15. Jahrhundert ist bis heute gut erhalten, ebenso das alte Waschhaus.

Klosterruine Lindow

Kloster
Kloster
16835 Lindow
Landkreis Ostprignitz-Ruppin
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Die neogotische Backsteinkirche (1867/68) ist das Wahrzeichen des Storchendorfs Linum bei Fehrbellin. Sie enthält große Teile eines gotischen Vorgängerbaus aus Feldsteinen. Dieser reichte seit Mitte des 19. Jahrhunderts nicht mehr für die Durchführung von Gottesdiensten aus, da die Zahl der Bewohner durch den Abbau von Torf, der als Heizmaterial für die Berliner diente, stark gewachsen war. Dach und Giebel der Kirche dienen auch als Storchenquartier.

Dorfkirche Linum

Kirche
Nauener Str. 49
16833 Fehrbellin OT Linum
Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Tel.: 033922-50260
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Die evangelische Dorfkirche in Kunersdorf wurde in den 1950er Jahren im neugotischen Backsteinstil errichtet und steht unter Denkmalschutz. Die Kirche ist ein Rundbau mit einer Kuppel. An der Südseite schmiegt sich der 27 Meter hohe Kirchturm mit einem achteckigen eingeknickten Helm an den Baukörper. Der Turm wird bekrönt von einer verkupferten Kugel mit einem Turmkreuz darüber. An der Nordseite des Gotteshauses ist eine Sakristei angefügt, die mit einem Krüppelwalmdach abgeschlossen ist. Alle Dächer haben eine Schieferdeckung. Das Kirchenportal befindet sich an der Ostseite des Turmes.

Evangelische Dorfkirche in Kunersdorf

Kirche
Dorfstr. 1
16269 Bliesdorf OT Kunersdorf
Landkreis Märkisch Oderland
Tel.: 033456 - 35104
Geöffnet: nach tel. Voranmeldung
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Die Kirche wurde nach Plänen des brandenburgischen Bauinspektors Eichler in der Zeit von 1735 bis 1738 als klassizistischer Putzbau errichtet. Beim Stadtbrand vom 20. April 1814 wurde die Kirche schwer beschädigt und nach Plänen des preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel von 1817 bis 1820 wiederhergestellt. Dabei wurde der Baukörper dem Zeitgeschmack entsprechend neugotisch überformt. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der Verzicht auf den Kirchturm zugunsten des Glockengiebels zwischen zwei Ecktürmchen.

Kreuzkirche Joachimsthal

Kirche
Kirchstr. 1
16247 Joachimsthal
Landkreis Barnim
Tel.: 033361-268
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Das Kloster Chorin ist eine ehemalige gotische Zisterzienserabtei in Amt Chorin in der Nähe des Ortes Chorin. Es wurde 1258 von askanischen Markgrafen gegründet. Heute ist das Zisterzienserkloster Chorin ein die Backsteingotik typisch repräsentierendes Baudenkmal. 2017 wurde eine Dauerausstellung eingerichtet und eröffnet, die das Leben und Arbeiten der Mönche im Kloster Chorin thematisiert und in einem weiteren Abschnitt die Entdeckung und denkmalpflegerischen Bemühungen von Karl Friedrich Schinkel aufzeigt.

Kloster Chorin

Kloster
Amt Chorin 11a
16230 Chorin
Landkreis Barnim
Tel.: 033366-70377
Geöffnet: tägl. 10:00 - 16:00
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Mit ihrer ungewöhnlichen Größe, ihrer auf Fernwirkung angelegten weithin sichtbaren Doppelturmfassade und mit ihrer vollständig erhaltenen ursprünglichen Ausstattung stellt die von Karl Friedrich Schinkel erbaute Dorfkirche ein hochrangiges Baudenkmal von überregionaler Bedeutung dar. Die Einweihung des Baus erfolgte mit einem Festgottesdienst am 5. August 1832. Der zunehmend schlechtere Zustand des Gebäudes machte in den 1990er Jahren, nach dem Ende der DDR, eine generelle Instandsetzung erforderlich.

Schinkelkirche Straupitz

Kirche
Kirchstr. 5
15913 Straupitz
Landkreis Dahme-Spreewald
Tel.: 035475-496
Geöffnet: Mai - Okt.
Di - Fr 11:00 - 12:00
u. 15:00 - 16:00
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Kloster Zinna ist ein früheres Kloster der Zisterzienser, das 1170 durch Wichmann von Seeburg, Erzbischof von Magdeburg, gegründet wurde. Neben Abteikirche, Neuer Abtei, Siechenhaus und Zollhaus sind von der ursprünglich ausgedehnten Klosteranlage einige Teile der Klausur aus dem 13. Jahrhundert und das Gästehaus erhalten.
In der Neuen Abtei, einem Backsteinbau, befindet sich das Heimatmuseum mit mittelalterlichen Fresken und einem sehenswerten Modell der Klosteranlage im Jahr 1170. Ferner wird die Klostergeschichte bis ca. 1550 und die Entwicklung der Weberkolonie dargestellt. Im ehemaligen Siechenhaus wird der Kräuterlikör Zinnaer Klosterbruder heute noch nach alten Rezepten hergestellt. In der alten Manufaktur der Weberkolonie am Ortsausgang Richtung Jüterbog kann man die traditionelle Weber-Technik besichtigen und Handwebern bei der Arbeit über die Schulter schauen.
Neben der Klosteranlage und der landschaftlichen Umgebung laden die Kloster Zinna Sommermusiken zum Besuch ein. Sie finden jährlich zwischen Juni und Anfang September statt.

Kloster Zinna

Kloster
Am Kloster 6
14913 Jüterbog OT Kloster Zinna
Landkreis Teltow-Fläming
Tel.: 03372-439505
Geöffnet: Di - So 10:00 - 17:00
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Das Kloster Lehnin ist eine ehemalige Zisterzienserabtei im Ort Lehnin. Diese Gemeinde südwestlich von Potsdam ist nach dem Kloster benannt. 1180 gegründet und im Zuge der Reformation 1542 säkularisiert, beherbergt es seit 1911 das Luise-Henrietten-Stift. Das Kloster spielte im Hochmittelalter eine wichtige Rolle beim Landesausbau der jungen Mark Brandenburg unter deren ersten Markgrafen aus dem Haus der Askanier. Neben seiner historischen kommt dem Kloster auch eine große kulturelle Bedeutung zu: Seine Kirche zählt zu den wichtigsten romanisch-gotischen Backsteinbauten in Brandenburg. Deren Rekonstruktion in den Jahren 1871 bis 1877 gilt als frühe Glanzleistung der modernen Denkmalpflege. Das heutige Lehniner Stift sieht sich mit seinen pflegerischen, medizinischen und ausbildenden diakonischen Einrichtungen in der klösterlichen Tradition und versteht sich als Schaufenster der Evangelischen Kirche.

Kloster Lehnin

Kloster
Klosterkirchplatz 1-19
14797 Kloster Lehnin OT Lehnin
Landkreis Potsdam-Mittelmark
Tel.: 03382-768811
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Südlich des Potsdamer Ortsteils Sacrow steht am Havelufer die Heilandskirche am Port von Sacrow, auch einfach Heilandskirche oder Sacrower Kirche genannt. Die aufgrund ihrer Lage und ihres Stils außergewöhnliche Kirche wurde 1844 errichtet. Friedrich Wilhelm IV. wünschte sich eine Kirche in italienischem Stil mit freistehendem Glockenturm (Campanile). Nach Skizzen des Königs wurde sie von seinem Architekten Ludwig Persius gebaut. Seit 1961 lag sie im Bereich der Berliner Mauer und erlitt in dieser Zeit erhebliche Schäden. Nach der politischen Wende wurde sie in den 1990er Jahren restauriert. Eingebettet in den Sacrower Schlosspark ist sie Teil der Potsdamer Havellandschaft, die von der Pfaueninsel bis nach Werder reicht. Die Heilandskirche ist Teil der Weltkulturerbestätte Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin und steht damit unter dem Schutz der UNESCO.

Heilandskirche

Kirche
Fährstr. 1
14469 Potsdam OT Sacrow
Stadt Potsdam
Tel.: 0331-504375
Geöffnet: März - Okt. Di - Do 11:00 - 15:30
Fr - So 11:00 - 16:00
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Die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Gedächtniskirche auf dem Kapellenberg im Norden Potsdams wurde auf Anordnung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. zwischen 1826 und 1829 für die aus Russland stammenden Soldaten des Sängerchors der russischen Kolonie Alexandrowka errichtet. Als Zeichen der engen Beziehungen zwischen Preußen und Russland, entstand ein sakrales Gebäude im altrussischen Baustil nach Entwürfen des Sankt Petersburger Hofarchitekten Wassili Petrowitsch Stassow, dem Karl Friedrich Schinkel Stilelemente der klassizistischen Architektur hinzufügte. Zum Gedenken an den 1825 verstorbenen Zar Alexander I. wurde die Kirche nach dessen Namenspatron, dem im 16. Jahrhundert heiliggesprochenen russischen Fürsten Alexander Jaroslawitsch Newski benannt. Die Alexander-Newski-Gedächtniskirche ist das älteste russisch-orthodoxe Kirchengebäude in Westeuropa[1] nach dem Vorbild altrussischer Baukunst und ein Beispiel des frühen russischen Historismus. Als Teil der Kolonie Alexandrowka steht die Kirche seit 1999 als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO.

(Auf dem Hügel, nur über Puschkinallee erreichbar!)

Alexander-Newski-Gedächtniskirche

Kirche
Russische Kolonie 14
14469 Potsdam
Stadt Potsdam
Tel.: 0331-296313
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Die evangelische Friedenskirche im Schlosspark Sanssouci in Potsdam liegt im sogenannten Marlygarten gleich am Grünen Gitter. Das Projekt schloss sich an den Bau der Heilandskirche in Sacrow im selben Stil an. Der ganze Komplex ist oberitalienischen Klosterbauten nachempfunden. Die Kirche wird für Gottesdienste der Evangelischen Friedensgemeinde Potsdam genutzt.

Friedenskirche

Kirche
Am Grünen Gitter 3
14469 Potsdam
Stadt Potsdam
Tel.: 0331-903669
Geöffnet: 15. März - 15. Okt.
tägl. geöffnet
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Die evangelische Französische Kirche in Potsdam (französisch Temple de Potsdam) ist ein Spätwerk des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Im Edikt von Potsdam (1685) hatte der Große Kurfürst den aus Frankreich geflohenen Hugenotten eine neue Heimat in Preußen angeboten. 1752/53 wurde die Kirche für die allmählich wachsende französisch-reformierte Gemeinde Potsdams errichtet. Seit der starken Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg ist sie die älteste erhaltene Kirche im historischen Stadtgebiet. Ein Team von Ehrenamtlichen hält die Französische Kirche täglich für Besucher geöffnet.

Französische Kirche

Kirche
Charlottenstraße
14467 Potsdam
Stadt Potsdam
Tel.: 0331-291219
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Die katholische Kirche St. Peter und Paul wurde 1870 fertiggestellt und diente gleichermaßen der Potsdamer Pfarrgemeinde und den katholischen Soldaten, die in der Stadt stationiert waren.

St. Peter-und-Paul-Kirche

Kirche
Am Bassin 2
14467 Potsdam
Stadt Potsdam
Tel.: 0331-2307990
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Die Klosterkirche des ehemaligen Franziskanerklosters in Cottbus, später „wendische Kirche“ genannt, ist der älteste erhaltene Sakralbau der Stadt. Sie wurde in der jetzigen Form im 15. Jahrhundert im gotischen Stil errichtet.

Evangelische Klosterkirche

Kirche
Klosterplatz 1
03046 Cottbus
Stadt Cottbus
Tel.: 0355-24825
Geöffnet: nach tel. Voranmeldung
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Die Oberkirche St. Nikolai ist eine spätgotische Backsteinkirche in Cottbus und die größte mittelalterliche Kirche in der Niederlausitz. Die heutige Kirche entstand ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die Bauzeit ging bis in das 16. Jahrhundert hinein.

Evangelische Oberkirche St. Nikolai

Kirche
Oberkirchplatz 1
03046 Cottbus
Stadt Cottbus
Tel.: 0355 713108
Geöffnet: tägl. 10:00 - 17:00
außer zu Gottesdiensten
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Die Schlosskirche in Cottbus wurde vor 300 Jahren errichtet. Heute hat die Kirche keine eigene Gemeinde mehr, seit dem Jahr 1974 wurde sie als Begegnungsstätte genutzt. Das Land Brandenburg unterstützte den Jüdischen Landesverband im Jahr 2014 mit 582 000 Euro für den Ankauf des Gebäudes und wird jährlich Betriebskosten von bis zu 50 000 Euro beisteuern. Die Stadt Cottbus übernahm ihrerseits nötige Umbauten an dem Gotteshaus. So mussten das fest installierte Kreuz abgebaut und die Glocken abgehängt werden. Die Jüdische Gemeinde, mehr als 400 Mitgliedern, verpflichtete sich, die Kirche für mindestens 25 Jahre als Synagoge zu nutzen.

Orthodoxe Synagoge Cottbus

Kirche
Spremberger Straße
03046 Cottbus
Stadt Cottbus
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